August 22, 2017

Wahlprüfsteine

1. Demokratie und Teilhabe

Schulen sind entscheidende Orte der Demokratie. Zentrale Aufgabe ist es, hier das demokratische Miteinander einzuüben, zu leben und zu erleben.
Schülerinnen und Schüler müssen zur Übernahme von Verantwortung für sich und andere befähigt und ermutigt werden. Vielfalt und Diversität müssen als Chance und selbstverständlicher, bewusster Teil der Schulkultur und Schulentwicklung verstanden werden.

„Unsere Vision ist, dass alle Schülerinnen und Schüler ihr Potenzial unabhängig von ihrem Hintergrund entfalten können. Das Einkommen der Eltern, ein Migrationshintergrund oder soziale Probleme dürfen kein Hindernis für einen erfolgreichen Bildungsweg sein. Mit Chancenwerk e.V. tragen wir diese Vision in Schulen und helfen Schülerinnen und Schülern auf ihren Bildungs- und Lebenswegen. Jungen Menschen werden dabei nicht nur besser Bildungschancen eröffnet, sondern sie lernen auch, sich gegenseitig zu unterstützen, und sie entwickeln Verantwortungsbewusstsein füreinander.“ Murat Vural, geschäftsführender Vorsitzender

Chancenwerk e.V. August 22, 2017

"STEP hilft Kindern und Jugendlichen, sich zu eigenverantwortlichen, kooperativen, respektvollen, lebensbejahenden Menschen zu entwickeln -in der Schule sowie in der Familie. So können sie unsere freiheitlich-demokratische Gesellschaft konstruktiv mitgestalten.“ Roxana Petcov, Vorstand

STEP e.V. Förderung von Erziehung und Bildung August 23, 2017

„Wir glauben an das Potenzial von Kindern und Jugendlichen, das gesellschaftliche Zusammenleben jetzt und in Zukunft maßgeblich mitzugestalten. Für eine starke Demokratie braucht es daher eine starke demokratische Schule. An einer solchen Schule können alle jungen Menschen, unabhängig von ihrer Herkunft, echte Teilhabe, demokratisches Handeln und bürgerschaftliches Engagement erleben und ihre persönlichen, sozialen und kognitiven Kompetenzen in besonderem Maße individuell entfalten. Mit Lernen durch Engagement, das gesellschaftliches Engagement von Kindern und Jugendlichen mit fachlichem Lernen verbindet, wollen wir genau diese Lernkultur an Schulen in ganz Deutschland schaffen und damit das demokratische Miteinander – in Schule und Gesellschaft – stärken.“ Sandra Zentner, Geschäftsführerin Stiftung Lernen durch Engagement

Stiftung Lernen durch Engagement September 15, 2017

"Wir sind Träger von Programmen, die auf dem Ansatz und der Methodik von Peer Learning basieren: Kinder lernen von Kindern / Kinder lernen mit Kindern. Zu nennen sind an vorderster Stelle „BildungsBande - damit’s beim Lernen klappt“, „BildungsBande - mit Kinderrechten in die Zukunft“ sowie „ZukunftsBande EmscherLippe - hier geht’s lang!“ Operativ ist Peer Ecucation ein Schwerpunkt. In vier Bundesländern sind mit BildungsBande jährlich 500 Schülercoachs ausgebildet und im Einsatz, etwa 1.000 Grundschulkinder und Kita-Kinder werden begleitet und betreut. Im Programm ZukunftsBande sind jährlich 40 Auszubildende als „Zukunftscoachs“ mit 80 Schüler*innen in einer Arbeit zum Thema Lebens- und Berufsperspektiven zusammen." Matthias Riepe, Geschäftsführer

Zukunftsstiftung Bildung August 25, 2017

2. Inklusion und Anschlussfähigkeit

Im Sinne einer inklusiven Schulkultur muss Schule jeder Schülerin und jedem Schüler gerecht werden, unabhängig davon, welche Erfahrungen, Kulturen oder Hintergründe sie mitbringen. Bildungskarrieren müssen ohne Brüche gelingen. Dazu müssen die verantwortlichen Institutionen besser zusammenwirken, Prozesse und Ressourcen optimal gesteuert werden und die Anschlussfähigkeit sichergestellt werden. Guter Ganztag kann dazu einen wichtigen Beitrag leisten. Die Zahl der Schulabbrecherinnen und -abbrecher muss mindestens halbiert werden.

„Jeder Schüler in Deutschland sollte die Chance auf einen Ausbildungsplatz oder einen Platz auf einer weiterführenden Schule haben - unabhängig von seinem sozioökonomischen Hintergrund. Jeder Schüler verdient die gleiche Chance auf ein selbstbestimmtes und glückliches Leben. Die Voraussetzungen dafür müssen auch an Schulen geschaffen und von allen beteiligten Akteuren gelebt werden.“ Alisa Wieland, Geschäftsführerin

ROCK YOUR LIFE! August 22, 2017

„Damit das individuelle Potenzial und die Motivation über die Zukunft und den Erfolg junger Menschen entscheiden, und nicht das Einkommen ihrer Eltern, stellen wir Schülerinnen und Schülern in benachteiligten Stadtteilen Fellows zur Seite. Die unterstützen sie an den besonderen Hürden der Übergänge, sodass die Jugendlichen ermutigt und befähigt werden, einen Abschluss zu erreichen und eine Anschlussoption zu finden.“ Ulf Matysiak, geschäftsführender Vorstand

Teach First Deutschland August 25, 2017

3. Kompetenzen der Zukunft

Schülerinnen und Schüler müssen durch innovative Lehr- und Lernangebote auf die großen gesellschaftlichen Herausforderungen der Zukunft vorbereitet werden. Dabei stehen Kompetenzorientierung im Sinne der 21st Century Skills und Bildung für Nachhaltige Entwicklung im Sinne der Agenda 2030 im Zentrum. Es muss eine sektorenübergreifende Debatte darüber geführt werden, welches Wissen und welche Kompetenzen Schule heute vermitteln muss. Die Ausbildung der Lehrerinnen und Lehrer muss den Anforderungen sich einer rasant verändernden Welt, in der die jungen Menschen aufwachsen, dringend angepasst werden.

„Balu und Du setzt auf das informelle Lernen und ist als Service Learning Angebot leider noch an viel zu wenig Oberstufen und Hochschulen als innovatives Lehr- und Lehrangebot etabliert. Unsere Zielgruppe der Grundschulkinder verbessert nämlich durch die gemeinsam verbrachte Zeit mit ihren Mentoren nachweislich z.B. ihre Prosozialität und kommunikativen Fertigkeiten, was von Vorteil ist, wenn man Ausbildungsreife und an spätere Berufe im Dienstleistungssektor denkt.“ Dr. Dominik Esch, Geschäftsführer

Balu und Du e.V. August 22, 2017

"Für die Zukunft lernen, bedeutet Fragen zu stellen, andere Perspektiven einzunehmen und Bilder einer möglichen Zukunft zu entwerfen. Es bedeutet Wissen und Erfahrungen zu teilen und dem Gegenüber aufmerksam zuzuhören. Mit gemeinsam entwickelten Antworten und Visionen gelingt es, den Herausforderungen einer immer komplexer werdenden Welt zuversichtlich zu begegnen." Silke Ramelow, Vorstandsvorsitzende

BildungsCent e.V. August 25, 2017

„Jeder soll die Schule mit Kompetenzen verlassen, die individuelle Verwirklichungschancen, eine erfolgreiche Lebensführung und aktive Beteiligung an der Weiterentwicklung der Gesellschaft ermöglichen – vorbereitet auf die neue Arbeitswelt, auf Teilhabe und eine Rolle bei der nachhaltigen Entwicklung der Gesellschaft. Mit Selbstständigkeit, Vertrauen in die eigene Wirksamkeit, Praxisnähe, Handlungs- und Sozialkompetenzen. Die Praxisprojekte mit Teilhabe haben Hebelwirkung für das Leben der Schüler. Werte festigen sich, Talente kristallisieren sich, Weichen werden gestellt. Wo sich Potenziale entfalten können, ändern sich Schulen.“ Bernd Gebert, geschäftsführender Gesellschafter

Das macht Schule Förderverein e.V. August 22, 2017

"Die Fähigkeit zur Veränderung ist eine wesentliche Voraussetzung, um Zukunft gestalten zu können. Das gilt für Organisationen ebenso wie für Menschen. Schulen sind ein wichtiger Teil des gesellschaftlichen Wandels und müssen daher eine aktive Rolle übernehmen. Nur, wenn sich Schulen von innen heraus ständig weiterentwickeln, sind sie in der Lage, junge Menschen mit ihren ganz eigenen Bedürfnissen, Ideen und Zielen für zukünftige Herausforderungen stark zu machen. Individualität, soziales Miteinander und die Wertschätzung von Vielfalt sind Kernkompetenzen für verantwortungsvolles Handeln im täglichen Leben, in unserer Gesellschaft sowie im globalen Kontext einer dynamischen Arbeitswelt.” Nils Reubke, Geschäftsführer

Initiative Neues Lernen e.V. August 23, 2017

„Ein Entrepreneurial Mindset gepaart mit digitaler Kompetenz ist die Herausforderung vor der schulische Bildung steht. Entrepreneurship Education ist nicht nur Vermittlung von unternehmerischen Denken, sondern unterstützt Jugendliche in ihrer Persönlichkeitsentwicklung und hilft eine Berufsfähigkeit zu entwickeln. Die Jugendlichen erkennen ihre Selbstwirksamkeit und werden zu mündigen Mitgliedern der Gesellschaft. Dazu bedarf es Lehrkräften, die diese Kompetenzen im Rahmen ihrer Ausbildung und mit Hilfe von nachhaltigen Fortbildungen entwickelt haben.“ Guido Neumann, Geschäftsführer

NFTE Deutschland e.V. August 23, 2017

4. Anschluss ans digitale Zeitalter

Schülerinnen und Schüler müssen die Gelegenheit erhalten zu lernen, sich verantwortungsvoll und co-kreativ im digitalen Raum zu bewegen und mit Medien und Daten umzugehen ohne sich selbst oder anderen zu schaden. Der verantwortungsvolle Umgang mit politischen Informationen aus dem Internet muss geübt werden. Digitale Unterrichtsansätze müssen konsequent und durchgängig in die Lehrerbildung einbezogen werden. Die technische Infrastruktur der Schulen muss jederzeit auf dem aktuellen Stand sein.

"Digitale Lernangebote im Internet können zu mehr Bildungsgerechtigkeit und mehr Partizipation in der Schulbildung beitragen. Mit Angeboten wie der freien Lernplattform www.serlo.org wird der Zugang zu hochwertigen Bildungsangeboten unabhängig vom Geldbeutel der Eltern. Freie Lizenzen und interaktive Anwendungen ermöglichen die Mitarbeit der SchülerInnen an Ihren Lerninhalten. Wir haben die Chance, digitales Lernen im Dienste einer gerechteren Gesellschaft mit selbstbestimmten jungen Menschen zu gestalten und mit diesem Weg international Strahlkraft in der Bildungspolitik zu erlangen." Simon Köhl, Gründer und Vorsitzender des Vorstands

Serlo Education September 20, 2017

5. Bauliche und konzeptionelle Entwicklung von Schulen

Schulen sind Lebens-, Lern- und Arbeitsraum. Schulbau und Schulentwicklung müssen daher Hand in Hand gehen, um die schulischen Aufgaben durch Architektur und Planung optimal zu unterstützen. Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung sind handlungsleitend. Innere Schulentwicklung muss weiter gefördert werden: Schulen sollen sich unter Einbindung der gesamten Schulgemeinschaft ein eigenes Profil geben können. Vielfalt und Kooperationen mit außerschulischen Partnern müssen ermöglicht und gestärkt werden, um die Anschlussfähigkeit an die Lebensrealität der jungen Menschen zu gewährleisten. Die Schulen sollen dabei unabhängig entscheiden und Freiräume in der Auswahl des Personals erhalten. Die Vernetzung von Sozialraum und Schule muss gefördert werden, damit der Ort Schule zu einem lebendigen kommunalen Zentrum wird. Schulen mit besonderen Herausforderungen müssen zusätzliche Budgets erhalten, über die sie eigenverantwortlich verfügen. Schulleitung ist zentral für gute Schule. Schulleitungen sind zu entlasten und zu stärken sowie in ihrer Führungskompetenz zu entwickeln.

„Für uns gehört es zum absoluten Selbstverständnis, Schülerinnen und Schüler konsequent in die Ausgestaltung und Entwicklung ihrer Schule einzubeziehen. Auf Augenhöhe! Dafür machen wir uns in der Zusammenarbeit mit Schulleitungen, Lehrkräften, Erzieher*innen und Eltern seit über zehn Jahren stark. Unser Ansatz stellt auf die Stärkung wichtiger Kompetenzen (K21) ab, wie beispielsweise Selbstwirksamkeit, Initiative, Selbststeuerung, Flexibilität aber auch individuelle digitale Souveränität. Diese sogenannten K21 sind für die persönliche Entwicklung in einer vom digitalen Wandel geprägten Zeit von herausragender Bedeutung und fördern, dass Heranwachsende ihr Leben im 21. Jahrhundert selbstbestimmt und erfolgreich gestalten können. Weil wir diesen Ansatz nachhaltig denken, blicken wir auf das Ganze und arbeiten mit allen Beteiligten an der konzeptionellen Weiterentwicklung ihrer Schule und der Vernetzung der Angebote in den kommunalen Raum.“ Roman R. Rüdiger, Geschäftsführender Vorstand

Education Y August 23, 2017

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